Rathaus Wilhelmsdorf
Saalplatz 7, 88271 Wilhelmsdorf

Öffnungszeiten
Mo. - Fr.: 08.00 - 12.15 Uhr
Mo.: 14.00 - 16.00 Uhr
Do.: 15.00 - 18.00 Uhr

Telefon: 07503 921-0

Veranstaltungen

Wilhelmsdorf

Blick vom Saalplatz auf das Rathaus in Wilhelmsdorf
Blick vom Saalplatz auf das Rathaus in Wilhelmsdorf

Die Ortschaft Wilhelmsdorf liegt geographisch fast in der Mitte der Gesamtgemeinde Wilhelmsdorf am Rande des Pfrunger Riedes. Mit ca. 2.800 Einwohnern, davon ca. 250 im ehemaligen „badischen Ortsteil“ Niederweiler, ist der für die Gemeinde namengebende Teilort die größte und auch jüngste Siedlung innerhalb der Gesamtgemeinde.

Das sofort ins Auge fallende außergewöhnliche Ortsbild weist auf eine geplante Siedlungsgründung hin. Alle Straßen führen in Form eines Kreuzes auf den quadratischen und 1988 komplett neu angelegten Saalplatz mit dem beherrschenden Betsaal in der Mitte.

Sein kleinstädtisches Gepräge erhält der Ort wesentlich durch seine Schulen und diakonischen Einrichtungen. Außergewöhnlich für die Größe des Ortes ist das vollständige Angebot an allen allgemeinbildenden Schulen, wobei von den annähernd 1.200 Schülern der Realschule und des Gymnasiums zwei Drittel aus den Umlandgemeinden kommen. Durch große Investitionen in das Schulwesen hat die Gemeinde Wilhelmsdorf in den letzten Jahren die Voraussetzungen für den Ausbau von Ganztagesangeboten geschaffen, die die Schulen zur Steigerung ihrer Attraktivität nutzen. Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 wird die bisherige Hauptschule als Außenstelle der neuen Werkrealschule Horgenzell geführt.

Die Zieglerschen als weitaus größter Arbeitgeber der Gemeinde und die Jugendhilfe Hoffmannhaus beschäftigen in ihren breit gefächerten Aufgabenbereichen neben Lehrern und Erziehern u.a. auch Ärzte, Psychologen und Therapeuten, wodurch Wilhelmsdorf im Vergleich zu anderen ländlichen Gemeinden eine völlig atypische Sozial- und Wirtschaftsstruktur mit einem hohen Anteil im Dienstleistungsbereich aufweist. Seinen Ruf als „Dorf der Diakonie“ verdankt Wilhelmsdorf einer weiteren Besonderheit: Das natürliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung ist eine Selbstverständlichkeit.

Neben der großen Palette an Handels- und Handwerksbetrieben, die nicht nur den täglichen Bedarf abdecken, ist eine gute Versorgung mit Ärzten, Zahnärzten, sonstigen Heilberufen und Apotheken vorhanden. Das Dienstleistungsangebot wird abgerundet durch zwei Banken und eine Postagentur. Einen Abschluss erfuhr die bereits 1984 begonnene Ortskernsanierung durch den im Oktober 2001 eingeweihten Umbau des Rathauses mit Anbau eines Bürgersaals, dem neuen Mittelpunkt der bürgerschaftlichen Aktivitäten. 2008 wurde Wilhelmsdorf mit dem Gebiet "Ortskern II" erneut in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Einen wichtigen Baustein hat die Gemeinde mit der 2007 in Betrieb genommenen Riedhalle erhalten, die in erster Linie Schulzwecken dient, aber auch für größere Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Der Zuzug neuer Einwohner in die in den letzten Jahrzehnten entstandenen Neubaugebiete hat auch zu einer konfessionellen Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung geführt, was im Bau der 1999 eingeweihten neuen katholischen Kirche in der Zußdorfer Straße zum Ausdruck kommt. Wilhelmsdorf ist damit nicht mehr ausschließlich „evangelische Insel“ im katholischen Oberland, sondern ein von großer Vielfalt und unterschiedlichsten Strömungen geprägtes Gemeinwesen, das sich in den letzten Jahren äußerst dynamisch entwickelt hat.