1,8 Millionen Euro für neue Rettungswache
Land fördert Neubau in Wilhelmsdorf – Gesamtkosten liegen bei 2,255 Millionen Euro – DRK plant Inbetriebnahme Ende 2028
Für den Neubau der DRK-Rettungswache in Wilhelmsdorf gibt es eine kräftige finanzielle Unterstützung aus Stuttgart: Das Land Baden-Württemberg fördert das Vorhaben mit 1,8 Millionen Euro. Das hat der Finanzausschuss des Landtags beschlossen. Die Gesamtkosten für das Gebäude belaufen sich nach Angaben des DRK auf 2,255 Millionen Euro. Die Landesförderung entspricht damit rund 80 Prozent dieser Summe. Das Geld stammt aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität.
Beim DRK ist die Freude über die Förderzusage groß. „Wir alle freuen uns sehr darüber, dass das Land diese so wichtige Förderzusage gemacht hat“, sagt Patrick List, Teamleiter Gebäudemanagement beim DRK Rettungsdienst Bodensee-Oberschwaben in Weingarten. „Damit geht bei uns die heiße Phase des Projekts los!“
Der bisherige Standort am Seefeld war nach Angaben des DRK zunächst als Übergangslösung im Jahr 2011 eingerichtet worden, weil damals kein geeigneter Bauplatz zur Verfügung stand. Mit der Entwicklung des Bebauungsplans für das Gebiet Rotachsäge und den weiteren Planungen eröffnete sich schließlich die Möglichkeit für einen Neubau. Die Entscheidung dafür fiel im zweiten Quartal des vergangenen Jahres.
Die neue Rettungswache wird eingeschossig gebaut und erhält eine Fahrzeughalle sowie Außenstellplätze. In Wilhelmsdorf sind derzeit ein Notfallsanitäter und ein Rettungssanitäter im Einsatz. Je nach Dienst- und Einsatzplanung kommt ein Auszubildender hinzu. Eine Garage ist für das vorhandene Rettungsfahrzeug vorgesehen. Eine zweite Garage kann bei Bedarf für ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung stehen. Ein Büro für den Wachleiter, der selbst ebenfalls im Rettungsdienst tätig ist, ergänzt das Raumangebot. Ein Aufenthaltsraum mit angeschlossenem Ruheraum soll den Beschäftigten insbesondere während der Nachtschichten bessere Bedingungen bieten. Weitere Funktionsräume, wie Umkleiden, Sanitärräume, Lagerflächen für diverses Verbrauchsmaterial sowie ein Raum mit einem Notstromaggregat zur Aufrechterhaltung der Stromversorgung sind ebenfalls in der Planung enthalten. Auf dem Dach sollen eine Photovoltaikanlage und eine extensive Begrünung Platz finden.
Bürgermeisterin Sandra Flucht sieht die neue Rettungswache als wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Versorgung der Menschen in Wilhelmsdorf und den umliegenden Gemeinden. Das Vorhaben stärkt die örtliche Infrastruktur und den Bevölkerungsschutz über die Gemeindegrenzen hinaus. Die Nähe zum geplanten Feuerwehrhaus am Standort Rotachsäge ist dabei ein zusätzlicher örtlicher Zusammenhang.
Der Grundstückskaufvertrag mit der Gemeinde ist nach Angaben des DRK bereits unterzeichnet und rechtswirksam. Die offizielle Förderzusage des Landes wird noch in diesem Jahr erwartet. Anschließend sollen die Bauleistungen Anfang 2027 ausgeschrieben werden. Der Spatenstich ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
Für die Bauzeit rechnet das DRK mit rund eineinhalb Jahren. Wenn der Zeitplan eingehalten werden kann und keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten auftreten, soll die neue Rettungswache Ende 2028 in Betrieb gehen.
Text: Herbert Guth