Bericht aus dem Gemeinderat vom 17.06.2026

Blutspenderehrung
Zu Beginn der Sitzung standen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt, die sich durch ihr langjähriges Engagement als Blutspenderinnen und Blutspender ausgezeichnet haben. Bürgermeisterin Sandra Flucht würdigte die besondere Bedeutung des ehrenamtlichen Blutspendens. Blutspenden seien unverzichtbar für die medizinische Versorgung und könnten im Ernstfall Leben retten. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz wurden insgesamt 18 Bürgerinnen und Bürger für 10 bis 125 Blutspenden ausgezeichnet. Die Gemeinde dankt allen Geehrten herzlich für ihren uneigennützigen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.
Geehrt wurden:
Für 10 Blutspenden und die Verleihung der Ehrennadel in Gold werden geehrt:
- Frau Angelika Späth (anwesend)
- Frau Jasmin Keckeisen (anwesend)
- Frau Heike Seiffert (anwesend)
- Herr Ralph Mader (anwesend)
- Frau Melanie Hehle (nicht anwesend)
- Frau Nicole Matschinnek (nicht anwesend)
- Herr Jochen Schatz (nicht anwesend)
- Frau Maren Schillo (nicht anwesend)
Für 25 Blutspenden und die Verleihung der Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz wird geehrt:
- Frau Sabine Löhl (anwesend)
- Herr Eric Pfefferkorn (nicht anwesend)
Für 50 Blutspenden und die Verleihung der Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz werden geehrt:
- Frau Monika Metzger (anwesend)
- Herr Michael Schlewek (anwesend)
- Frau Nicole Schneider (nicht anwesend)
Für 75 Blutspenden und die Verleihung der Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz werden geehrt:
- Frau Mildred Martin (anwesend)
- Herr Pius Schweizer (nicht anwesend)
- Herr Daniel Weller (anwesend)
Für 100 Blutspenden und die Verleihung der Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz wird geehrt:
- Herr Ottmar Ziegler (nicht anwesend)
Für 125 Blutspenden und die Verleihung der Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz wird geehrt:
- Herr Gerhard Kleemann (anwesend)
Gemeindewald Wilhelmsdorf – Forsteinrichtung 2026 bis 2035
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die neue Forsteinrichtung für den Gemeindewald Wilhelmsdorf für die Jahre 2026 bis 2035. Bereits vor der Sitzung hatte eine gemeinsame Waldbegehung des Gemeinderats mit dem Forstamt Ravensburg stattgefunden. Die Forsteinrichtung dient als langfristiger Bewirtschaftungsplan und legt die Ziele für die Entwicklung des Gemeindewaldes in den kommenden zehn Jahren fest. Schwerpunkte sind die Anpassung des Waldes an den Klimawandel, die Förderung stabiler Mischbestände sowie die nachhaltige Nutzung des Rohstoffs Holz.
Sicherheitsbericht der Polizei Altshausen
Benjamin Tratzyk, Leiter des Polizeipostens Altshausen, stellte dem Gemeinderat die Kriminalitäts- und Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 vor. Insgesamt wurden in Wilhelmsdorf 113 Straftaten registriert. Die Zahl bewegt sich damit auf dem Niveau der Vorjahre und deutlich unter den Werten der Corona-Jahre. Die Aufklärungsquote liegt weiterhin auf einem hohen Niveau.
Auch die Verkehrsunfallstatistik wurde vorgestellt. Im Gemeindegebiet ereigneten sich 90 Verkehrsunfälle. Zwar stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden an, erfreulicherweise gab es jedoch erneut keine Verkehrstoten. Die Polizei bewertet die Sicherheitslage in Wilhelmsdorf weiterhin als sehr gut.
Im Rahmen des Berichts wurde außerdem über die Ermittlungen zu den in den vergangenen Monaten aufgefundenen Katzenkadavern informiert. Nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen geht die Polizei inzwischen davon aus, dass die Tiere durch Wildtiere, vermutlich Füchse, getötet wurden. Hinweise auf einen Tierquäler haben sich nicht bestätigt.
Photovoltaikanlage für Grundschule und Schwimmhalle
Ein weiteres wichtiges Thema war die mögliche Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Turn- und Schwimmhalle. Die Technischen Werke Schussental (TWS) stellten hierzu ihr Modell „Energiedach“ vor. Vorgesehen ist die Errichtung einer Anlage mit Batteriespeicher durch die TWS, die anschließend an die Gemeinde verpachtet wird. Nach den vorgestellten Berechnungen könnte die Gemeinde langfristig von deutlichen Stromkosteneinsparungen profitieren.
Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung einstimmig, die Vertragsbedingungen weiter auszuarbeiten. Eine endgültige Entscheidung über die Umsetzung soll nach Vorlage weiterer Vergleichsberechnungen erfolgen. Zudem wurde Wert daraufgelegt, dass sich örtliche Unternehmen an den erforderlichen Leistungen beteiligen können.
Anpassung der Kindergartenbeiträge
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Anpassung der Elternbeiträge für den Kindergarten Friedenstraße sowie den Montessori-Kindergarten Gartenstraße zum 01.09.2026. Grundlage hierfür sind die landesweiten Empfehlungen der kommunalen Spitzenverbände und der kirchlichen Träger. Die Anpassungen orientieren sich insbesondere an den gestiegenen Personal- und Betriebskosten in den Einrichtungen. Den freien und kirchlichen Trägern wird empfohlen, die Beitragserhöhungen für ihre Einrichtungen entsprechend zu übernehmen.
Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung
Ab dem Schuljahr 2026/2027 besteht ein Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder. Die Gemeinde Wilhelmsdorf wird diesen Anspruch umsetzen. Bei der Ferienbetreuung erfolgt eine Kooperation mit den Gemeinden Illmensee und Horgenzell. Durch die interkommunale Zusammenarbeit sollen insbesondere die Ferienzeiten wirtschaftlich und bedarfsgerecht abgedeckt werden. Der Gemeinderat stimmte dem vorgeschlagenen Konzept einstimmig zu.
Elternbeiträge für Schulkind- und Ferienbetreuung
Im Zusammenhang mit der Ganztagesbetreuung beschloss der Gemeinderat außerdem die Elternbeiträge für die kommunale Schulkindbetreuung sowie die Ferienbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027. Für die Ferienbetreuung wurde ein Beitrag von 100 Euro pro Woche festgelegt. Der Gemeinderat war sich einig, dass zunächst Erfahrungen mit dem neuen Angebot gesammelt werden müssen, um die tatsächlichen Kosten und die Nachfrage besser beurteilen zu können.
Bebauungsplan „Grettengebel I“ – 7. Änderung
Einstimmig beschlossen wurde die Aufstellung der 7. Änderung des Bebauungsplanes „Grettengebel I“ im beschleunigten Verfahren. Die Öffentlichkeit erhält bis zum 25.07.2026 Gelegenheit zur frühzeitigen Äußerung.
Spenden an die Gemeinde
Der Gemeinderat nahm mehrere Geldspenden für den Kindergarten Zußdorf, den Kindergarten Friedenstraße sowie die Spielplätze in Esenhausen und Zußdorf dankend an. Das Gesamtvolumen der angenommenen Spenden beläuft sich auf 5.700 Euro.