Die Rotachmühle
Die Rotachmühle wurde in einem Kaufvertrag von 15.11.1363 erstmals erwähnt. Die Deutschordenskommende Altshausen verkauft den Ort Esenhausen und verschiedene Höfe an das Kloster Weingarten. Darunter die „Die nedern Müli. Die obern Müli“. Die obere Mühle ist die Rotachsäge und die untere Mühle ist die Rotachmühle. Bei dem Verkauf werden ein Hans der Müller und seine Ehefrau Anna genannt. Die letzte Generation der Müller war Karl Saiger.
Die Mühle bekommt das Wasser aus der von der Rotachsäge kommenden Rotach. Zusätzlich konnte der Rotach-Weiher die Mühle mit Wasser versorgen. Die Mühle wurde mit einem vier Meter hohen oberschlächtigen Wasserrad angetrieben. In der Mühle sind bis zu 140 Jahre alte Mühlemaschinen zu finden. Sie wird heute als technisches Kulturdenkmal ausgewiesen.
Die Getreidemühle wurde in vollem Umfang bis 1972 betrieben. Karl Saiger erhielt den Betrieb in sehr bescheidenem Umfang bis 2005 aufrecht. Ein Enkel des letzten Müllers ist heute Eigentümer der Mühle. Die Mühle steht heute unter Denkmalschutz.
In den Topographischen Karten wird der Name Mühlbach bis zur Rotachsäge beibehalten. Danach wird in den Karten der Name Rotach verwendet. Im Sprachgebrauch der Bürger wird ab dem Zusammenfluss von Aubach und Mühlbach der Name Rotach verwendet.
In den Oberamtsbeschreibungen (1829) von Memminger werden die Namen Roth-Ach und Rotach verwendet.
Quellen:
PFAFF, Karl-Heinz (Hrsg.): Chronik der Rotach-Mühle und Rotach-Säge und ihrer Bewohner, Eigenverlag, 2025
HERBST, Lutz Dietrich und SCHWAB, Andreas: Die Rotachmühlen von Esenhausen und ihr kulturelles Erbe, in Zeitschrift Oberland 2020/2